12
Jan
09

In 3 Tagen bist du tot

Wir haben uns nach einigen Zögern heute endlich diesen österreichischen Teenie-Slasher angesehen und wir sind wirklich begeistert.

Wir sind ohne Erwartungen an den Film herangegangen, um nicht allzu enttäuscht zu sein, wenn er nicht gut ist. Aber er hat uns absolut vom Hocker gerissen.
Es ist ein Teenie-Slasher, ohne Frage, aber aus dem hat der Regisseur echt das Beste gemacht. Wir haben ja wirklich schon viiiiiele Horrorfilme gesehen, aber dieser kann wirklich behaupten besser zu sein, als so einiger Müll der so in den guten alten USA produziert wird und kann sich mit Filmen wie „Scream“ und „I know what you did last summer“ leicht messen.

Für mich ein absoluter Pluspunkt ist, dass Österreichisch gesprochen wird und nicht Deutsch. Der Film spielt ja in Ebensee am Traunsee und der dortige Dialekt wird auch gesprochen, was wirklich sehr authentisch und gut für den Film ist. Es wirkt nicht aufgesetzt.
Den jungen Leuten nimmt man das Leid, dass sie in den besagten 3 Tagen erleben tatsächlich ab. Sie haben allesamt gut gespielt. Hinzu kommt noch, dass es eigentlich kaum Momente gab, an denen man dachte: „NIE! Niemals würde der so reagieren!!!“ Z.B.: Einer der Burschen entdeckt seine Freundin tot in der Hotelküche, hingerichtet auf grausame Weise. Er schreit nicht nur einmal  kurz auf und sieht sich dann sofort nach dem Mörder um, sondern er bricht unter Schock zusammen.

Kurz zur Story:Fünf junge Maturanten, die schon seit Volkschulzeiten beste Freunde sind bekommen zeitgleich jeder eine SMS mit den Worten „In drei Tagen bist du tot“ – keiner der fünf (darunter zwei Pärchen) nimmt die gruselige Nachricht ernst – sie denken es handelt sich um den makaberen Scherz eines Mitschülers, der sie nicht leiden kann.
Als jedoch der erste der fünf am selben Abend während der Maturafeier verschwindet und wenig später tot aufgefunden wird, wird allen schnell klar, dass der Spaß ein Ende hat.

Tja, den Rest kann man sich wohl zumindest teilweise denken ;)

Zur Story sei gesagt, dass sie eine interessante Wendung hat, wenn man jedoch ein bisschen mitdenkt wird einem die Lösung schon früher klar als dem Haufen im Film. Trotzdem eine schlüssige Story und sogar der Titel ergibt gegen Ende einen logischen Sinn.
Die blutigen Effekte halten sich in Grenzen, was jedoch der Spannung und dem Horror keinen Abbruch tut – im Gegenteil. Klar spritzt das Blut ab und zu, dass es eine Freude ist, aber ich finde es immer schöner, wenn ich mich mehr grusle, als ekle und das ist in dem Film der Fall. Ab und zu dachte ich aber schon: „Ui, das tut sicher nicht so gut….“ :D

Was nochmal sehr für den Film spricht ist die Tatsache, dass nur Musik von österreichischen Bands verwendet wurden. Wir haben schon während den Filmen die Musik bewundert – nachher im Making-Off kommt dann raus, dass es tatsächlich rein österreichische Bands waren, von denen Musik verwendet wurde. Nachdem Musik gerade in einem Horror-Film etwas absolut Essentielles ist bin ich wirklich positiv überrascht und zerdrücke beinah eine Träne im Augenwinkel, dass die österreichische Musikindustrie nach Fehltritten wir Luttenberger-Klug (oder Trottelberger-Blöd, wie ich sie gerne nenne), oder einfallslosem Geplänkel wie Christina Stürmer, doch noch nicht ganz verloren ist. DIE CHANCE LEBT!!!!!

Alles in allem eine absolute Perle und nach „Die Fälscher“ und „Funny Games“ ein weiterer österreichischer Film, den ich jedem sofort empfehlen würde!

Von mir gibts an dieser Stelle 10 von 10 patriotischen Punkten!

Lg Fr. Leshem


2 Antworten zu „In 3 Tagen bist du tot“


  1. 1 Hannes
    April 10, 2009 um 2:47

    Wie heissen denn die Bands aus Österreich die im fulm zu hören sind??, beim ersten Teil von In 3 Tagen bist du tot??

  2. 2 frleshem
    April 10, 2009 um 4:53

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich keine Ahnung hab! Is aber sicher irgendwo im Internet rauszufinden.
    Ich habs zwar gelesen, habs aber schon wieder vergessen! Sorry!

    Lg Fr. Leshem


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