Archiv der Kategorie 'Filme, Serien und TV'

01
Apr
09

Horrorfilme

Ich möchte heute ein bisschen genauer auf Horrorfilme eingehen. Ganz allgemein.
In den letzten fünf Jahren sind wenig bis gar keine guten Horrorfilme mehr auf den Markt gekommen. Seit Kurzem scheints aber wieder bergauf zu gehen.

Ich bin wirklich ein Fan von Horrorfilmen, habe es aber satt, dass streng nach „Saw“-Manier, ein Horrorfilm nur noch als gut gilt, wenn er ekelhaft ist. Ich meine, ehrlich….der erste Teil von Saw war gut, ohne Zweifel! Der Überraschungsmoment am Schluss ist wirklich der Hammer, damit hätte man nie gerechnet. Der Film war auch schon grauslich, aber trotzdem mehr darauf ausgelegt die Psyche zu schocken, was auch gelungen ist. Die mittlerweile 4 Teile, die folgten sind einfach nicht mehr sehenswert. Ich habe mir nur zwei und drei angesehen….bei 4 habe ich aufgegeben, weil ich bei drei bereits kurz davor war abzudrehen, weil ich echt keinen Bock drauf hatte, säureverbrannte Gelenke sich um 180° drehen zu sehen. Das ist einfach nicht notwendig und definiert ganz sicher nicht den Begriff „Horror“. Horror ist nicht gleich Ekel, aber das haben viele glaube ich missverstanden. (Abgesehen davon, dass die Story bei Saw von Mal zu Mal dünner wurde.)

Meine Top-Ten der in den L ETZTEN JAHRE erschienenen Horror-Filme (gibt keine bestimmte Reihenfolge):

1.  All the Boys love Mandy Lane – Wirklich einer der besten Teenie-Filme der letzten Jahre.
Mandy Lane, das hübscheste Mädchen der Schule, wird von allen geliebt, wie der Titel schon so schön sagt – die Darstellerin Amber Heard ist aber tatsächlich ein scharfes Teil. *ggg*
Als einige Schulkollegen Mandy auf ein Wochenende in einem leerstehenden Haus irgendwo am Land einladen und der erste der Truppe getötet wird, nimmt die Geschichte ihren Lauf und es kommt, wie es kommen muss: Kreischende Mädchen und Blut wohin man schaut. Der Film bringt zwar absolut nichts Neues auf, verarbeitet die alten Klischees, der Teenie-Shocker aber extrem gut und die Überraschung am Schluss ist auch nicht zu verachten.
Deswegen 10 von 10 knappen Hotpants

2. Halloween (Remake von Rob Zombie) – Nur gleich vorweg: der erste Halloween Film aus den 70ern ist sowieso ungeschlagen, aber dieses Remake des ersten Teils hats echt in sich. Da hat Rob Zombie mal echt was Gutes erschaffen. Die 98 Fortsetzungen des ersten Teils waren ja nicht mehr zum Aushalten. ENDLICH hat sich mal einer erbarmt und die Geschichte von anfang an erzählt.
Die Kindheit von Michael Myers wird hier ausführlich geschildert, was vielleicht manch einem hilft, die Hintergründe besser zu verstehen. Der Film war durchwegs spannend und Tyler Mane (bekannt vielleicht aus X-Men in der Rolle des Sabretooth) ist perfekt für die Rolle des Michael Myers – groß und stark. *ggg*
9 von 10 weißen Masken.

3. Gothika – „Because someone is dead, doesn’t mean they’re gone“ – Auch bei diesem Film fiel die Kritik größtenteils bescheiden aus. Wobei ich hier wirklich nicht verstehe wieso. Wie der Werbesatz auf dem Plakat schon besagt, geht es um Geister. Halle Berry, spielt die Psychologin Miranda, die eines Morgens in der Irrenanstalt aufwacht, in der sie einst gearbeitet hat. Man möchte ihr unterjubeln, dass sie ihren Mann getötet hat. Sie hat aber keinerlei Gedächtnis an irgendwas. Mithilfe des jungen Kollegen (ein fescher Robert Downey Jr.) möchte sie gerne die Wahrheit herausfinden.
Ja, ich gebs ja zu – ich mag die Geisterthematik. Und ich mag Halle Berry. Also ist das der perfekte Film für mich. ;) Und das Ende birgt nochmal eine erstaunliche Wendung, mit der ICH zumindest absolut nicht gerechnet hätte.
8 von 10 blutigen Äxten.

4. Darkness falls: Hm, die Zahnfee haben wir uns dann doch anders vorgestellt. Genau als solche wird die „böse Hexe“, die des Nachts Kinder tötet, nämlich betitelt. Erst ein Kind hat sie besiegt und genau diesem jungen Mann ist die Fee nun auf den Fersen.
Von der Kritik wurde der Film ziemlich zerrissen – was solls, mir hat er gefallen. Sicher, es gibt bessere, aber der Film spielt finde ich, schön mit dem Element der Dunkelheit und, was passiert, wenn das Licht ausgeht. Außerdem spielt Emma Caulfield (alias Anya aus Buffy) eine tragende Rolle – und wenn schon nichts anderes, dann macht zumindest das den Film sehenswert.
5 von 10 ausgefallenen Milchzähnen.

5. Planet Terror: Genau genommen, weiß ich gar nicht, ob der Film überhaupt in die Sparte „Horror“ passt. Eigentlich wäre er wahrscheinlich besser unter „Comedy“ aufgehoben. Naja, dennoch kommt er jetzt hier rein, weils einfach ein Splatter-Movie ist. Erster großer Pluspunkt: Naveen Andrews, alias Sayid aus Lost spielt mit (wenn auch nicht lange *ggg*). Außerdem Josh Brolin (der große Bruder aus den Goonies), der sich in letzter Zeit echt gut macht in seinen neuen Filmen. UND auch Bruce Willis und (wie könnte es anders sein) Quentin Tarantino sind mit von der Partie. Außerdem ist der Film von Robert Rodriguez und es geht um Zombies, Biochemische Waffen und eine Stripperin die ein Bein verliert und sich dann eine Waffe anstelle dessen schnallt. Grenzgenial, wenn auch manchmal komödiantisch – z.B.: „Fergy“ unser aller Lieblingsopfer, spielt eines der ersten Opfer im Film – kommt dann ins Krankenhaus und wie man ihre Leiche abdeckt ist der Kommentar des Arztes: „Oh, eine Hirnlose.“ *muahaha*
Und außerdem ist Rose McGowan einfach nur grenzenlos fesch (sogar mit nur einem Bein).
Deswegen 10 von 10 Eiterblaserln.

6. 28 Days later – Jim wacht ganz allein im Krankenhaus auf. Er geht nach draußen und findet….nichts. London ist einfach wie leergefegt. Schließlich wird ihm klar, dass er doch nicht allein ist und so geht der Spaß erst richtig los. Die ersten zehn Minuten des Films sind faszinierend – ein leeres London und ein einsamer Mann geht hindurch – ganz ohne musikalische Untermalung. Pluspunkte für den Film gibts für Musik, die Zombies, die einfach cool aussehen und auch noch rennen – sonst gaukeln die immer so lethargisch herum, hier rennen sie einem kreischend und brüllend nach.
Deswegen 9 von 10 blutigen Fleischfetzen.

7. The Ring – ist wohl jedem ein Begriff. Wer erinnert sich nicht an das kleine, schwarzhaarige Mädchen, dass zuerst aus dem Brunnen und dann aus dem Fernseher klettert?! Die Reporterin Rachel versucht einem seltsamen Video auf die Spur zu kommen, nach dessen Ansehen alle Personen innerhalb einer Woche grausam entstellt versterben. Als ihr Sohn das Video auch noch sieht, wirds langsam brenzlig für sie. Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich Gänsehaut hatte, als das Mädel das erste Mal aus dem Brunnen und aus dem Fernseher kriecht – allein die grauslichen Bewegungen, die sie dabei macht….brrrr. Der zweite Teil hat mir persönlich auch gefallen, einfach weil der Hintergrund von Samara aufgedeckt wird. Und noch was….ICH habe mir den Film, der alle umbringt (als Special auf der DVD) nicht angesehen!!! *abergläubisch bin*
7 von 10 schwarzen Haaren.

8. White Noise  – auch wenn der Film beim breiten Publikum vielleicht nicht so gut ankam – ich fand ihn spitze. Das Phänomen „Geister“ wird wieder einmal aufgegriffen und, wie ich finde, brauchbar verarbeitet. Anna Rivers, Schriftstellerin, verschwindet auf mysteriöse Weise und wird wenig später tot aufgefunden. Nicht fähig sie gehen zu lassen, beginnt Jonathan, der Witwer, bald damit, zu versuchen über EVP (Electronic Voice Phenomenon) Kontakt zu ihr aufzunehmen. Gelingt zwar, tut dem Seelenfrieden aber nicht wirklich gut….
6 von 10 rauschenden Radios, weil das Ganze dem guten Jonathan gar zu einfach gemacht wird. Schonmal im wirklichen Leben EVP probiert? Kann Monate und Jahre dauern, bis da was rauskommt.

9. Funny Games: Ich meine jetzt das Remake von 2007, nicht das Original. Dieser Film kommt beinah gänzlich ohne Grauslichkeiten aus, was seeeeeehr für ihn spricht. Zwei junge, nette Burschen klopfen an das Ferienhaus einer Familie und bitten um ein paar Eier. Kurz darauf beginnen sie ein grausames Psychospiel….8 von 10 zerbrochenen Eiern, weil der Film gar so böse endet.

10. Wrong Turn – Eliza Dushku, alias „Faith“ aus Buffy, verirrt sich nach einer Panne mit ein paar Freunden im Wald und wird bald von kannibalistischen, durch Inzucht entstellten Einheimischen gejagt. Tja…der Film bringt zwar nichts Neues auf (im Grunde die gleiche Thematik wie Texas Chainsaw Massacre), reicht aber durchaus für einen Sonntagnachmittag und macht teilweise echt Laune. Und, ja, ich gebs ja zu – ich mag Eliza Dushku.
6 von 10 Stacheldrahtzäunen für den Film.

Ausgenommen davon sind natürlich Klassiker wie „Der weiße Hai“ oder „Psycho“, „Der Exorzist“, „The Shining“, „Texas Chainsaw Massacre“, „Nightmare on Elmstreet“, „Evil Dead“ (auch wenn der dann nicht mehr so ernst genommen wurde *ggg*) und auch das „Schweigen der Lämmer“ nehme ich hier aus. Achja, Scream, der erste Horrorfilm überhaupt, den ich gesehen habe (im zarten Alter von 9 Jahren *ggg*) mag ich auch gerne, schreibe ich aber auch bewusst nicht dazu, weil er auch schon älter ist.

Den Film „Die Todeskandidaten“ – oder auf Englisch viel wohlklingender „The Condemned“ – würde ich gerne dazuschreiben, befindet sich aber meiner Meinung nach zur sehr im Action-Genre, trotzdem soll er an dieser Stelle lobend erwähnt werden, weil den Film nicht viele Leute kennen, der aber echt gut ist.

Es gibt noch einen solchen Film: Doomsday mit Rhona Mitra (die im neuen Underworld 3 Kate Beckinsale „ersetzt“ und dieser auch verdammt ähnlich sieht). Den Film kennen auch nicht viele. Ist eine coole Mischung aus tödlichen Virus, Punks, Mittelalter, schnellen Autos und hitzige Kämpfe. Hört sich verwirrend an….ist es auch! ;) Für Mad Max Fans auf jeden Fall zu empfehlen.
Auch nicht dabei ist Constantine, der beste Film mit Keanu Reeves jemals aus den unten genannten Gründen. (siehe Vampirfilme)
Deathproof von Quentin Tarantino habe ich bewusst ausgelassen, weil mir der Film leider bei weitem nicht so zugesagt hat wie Planet Terror. Obwohl Kurt Russel als Bösewicht brilliert und die Autos absolut geil sind. Aber die Handlung ist einfach…naja. Dürftig, sagen wir mal so.
Und natürlich fehlt noch „In 3 Tagen bist du tot“ – aber hierzu gibts ja eh schon einen eigenen Beitrag.

Auch ausgelassen, weil sie für mich persönlich nicht wirklich zum Horror-Genre gehören habe ich sämtliche Vampir – und Werwolffilme. Ich liebe diese Filme!!! Aber ich kann sie nicht wirklich zu „Horror“ einfügen, weil ich mich bei den Filmen einfach nicht fürchte.

SO! Jetzt habe ich mich mal anständig ausgelassen und hoffe, damit geholfen zu haben! Viel Spaß beim Gucken der Filmchens! (Edit ist vorbehalten….man weiß ja nie, was noch so kommt. *ggg*)

Lg, Fr. Leshem

P.s: Der nächste Horrorfilm den ich mir ansehen werde, ist garantiert „Orphan“. Allein wegen der gernzgenialen Zeile auf dem Plakat: „I think there’s something wrong with Esther.“ *kugel*

30
Mär
09

Silentium

Hier kommen wir zum zweiten Teil der verfilmten Brenner-Geschichten.

Silentium spielt in Salzburg – wer die Stadt kennt, weiß, dass es eigentlich eine farbenfrohe, lustige und auch schöne Stadt ist. Nicht so in diesem Film. Hier wird jede Seitengasse vom Regisseur genutzt um die definitiv düstere Stimmung rüberzubringen. Der Film ist mit „Komm, süßer Tod“ kaum zu vergleichen. Sowohl die Handlung, als auch der Rest des Films sind tiefgründiger und weit nicht so komisch wie im ersten Teil. Wie gesagt, es wirkt alles sehr bedrückend und düster.
Das tut dem Filmspaß aber keinen Abbruch.

© Petro Domenigg/filmstills.at

Und teilweise sind zum schreien komische Szenen dabei. Zum Beispiel als Brenner, als Bediensteter in Marianum Kloster, ein Kreuz zum Tischler bringen soll, dieses dann zuerst durchs Kloster schleppt und dann mitsamt dem schweren Ding die Treppe runterkullert. Oder als er, um seine Ermittlungen voranzutreiben, sich als Obdachloser ausgibt, um im Kloster als Hilfshackler arbeiten zu können.

Trotzdem ist der Film gegenüber dem ersten ziemlich bedrückend. Schon allein der Vorspann, der zeigt, wie junge Burschen im Kloster beim Duschen beobachtet werden, lässt es einem kalt den Rücken runterlaufen.

Um zur Handlung zu kommen: Gottlieb Dornhelm, der Schwiegersohn des Leiters des Festspielhauses wird tot aufgefunden. Die Ermittlungen werden bald eingestellt: Es handelt sich lt. Akte um Selbstmord. Doch seine Frau Konstanze will das nicht so recht glauben. Sie heuert Brenner an, um dahinter zu kommen, was tatsächlich passiert ist. Dornhelm hat kurz vor seinem Tod an die Öffentlichkeit gebracht, dass er vom Erzbischof als Kind im Marianum (ein Internatskloster) sexuell belästigt wurde und seine Witwe glaubt, dass die Kirche etwas mit seinem Tod zu tun hat.
Brenner macht sich also auf die Suche und bekommt bald Hilfe von seinem alten Freund Berti, der immer noch als Krankenwagenfahrer arbeitet.
Im Laufe des Films kommt Brenner dahinter, dass er einer noch größeren Sache auf der Spur ist, als sexueller Belästigung von jungen Buben: Korruption ohne Ende innerhalb der Kirche und der Salzburger Festspiele, Menschenhandel mit Jungfrauen aus Asien, um Opernstars anzulocken, mehrfacher Auftragsmord etc…..UND, wie könnte es anders sein: die Polizei, die alles weiß, aber gezielt wegschaut, ist auch wieder mal mit von der Partie.

Der Film endet so düster wie er begonnen hat und man bleibt irgendwie mit einem Gefühl der Aussichtslosigkeit zurück. Brenner hat den Kampf gegen das Böse zwar nur zum Teil verloren, aber trotzdem ist es irgendwie nicht richtig, wie alles endet.

Silentium und Komm, süßer Tod kann man eigentlich kaum vergleichen, auch wenn ich es gern würde. Als eigenständiger Film hat mir Silentium besser gefallen, weil er irgendwie mehr Tiefgang hatte als der erste und auch wegen der bedrückenden Atmosphäre, die während des Films beinah bis zur Unerträglichkeit aufgebaut wird und im grauslichen Todeskampf eines Priesters endet.
Der Film zieht einen unglaublich in seinen Bann. Und während man bei Komm, süßer Tod oftmals vor Lachen vom Sessel fallen möchte, bleibt einem hier das Lachen im Halse stecken und ich zumindest habe mich ein paarmal dabei ertappt, angewidert den Kopf zu schütteln.

Ein Lob auch an die großartige Musik des Films. Nicht nur die eigens komponierte, sondern auch die, die für einige Szenen ausgewählt wurde.
z.B.: Mozarts wunderbares Requiem, während dem immer wieder rasante, scharfe Schnitte zu gleich grausamen Szenen gemacht werden oder der Chor aus „Die Entführung aus dem Serail“, der im Festspielhaus schmettert, während Brenner im Keller herumirrt.
Lustiges Gimmick hier: Brenner verirrt sich im Keller, findet aber schließlich eine Klappe, die ins benachbarte Gasthaus hinaufführt. Um dorthinzukommen, stapelt er „Stiegl“ Kisten übereinander….*kicher*….ach was red ich: Schaut es euch einfach selbst an:

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Super Werbung oder?! *giggles*

Von mir gibts auf jeden Fall auch hier 10 von 10 nützlichen Regenschirmen für den Film. Wieso Regenschirme…tja, dazu muss man den Film schon gesehen haben. ;)

Oh, und noch eins: Hader wird von Film zu Film immer gutaussehender…..ja, das auch nur eine Frau sagen, ich weiß. Trotzdem….er gefällt mir mittlerweile richtig gut! *rot werd*

© Petro Domenigg/filmstills.at

Lg, Fr. Leshem

30
Mär
09

Komm, süßer Tod

Mein Schatz und ich haben uns in den letzten Tagen sowohl diesen Film, als auch den zweiten Teil Silentium angesehen. Ich muss zugeben, ich war zuerst skeptisch. Ich kenne die Bücher von Wolf Haas nicht und habe mir den ersten Film eigentlich nur angesehen, weil ich Josef Hader so gerne mag.
Mittlerweile bin ich ein riesen Fan geworden.

Beginnen wir mit Komm, süßer Tod:

Jetzt ist schon wieder was passiert.
Der abgehalfterte, ehemalige Polizist Simon Brenner arbeitet bei den Kreuzrettern in Wien als Sanitäter. Der gute Mann will eigentlich nur seine Ruhe haben, doch wie heißt es so schön: Wenn du nicht zu den Problemen kommst, dann kommen die Probleme eben zu dir.

Auf misteriöse Art und Weise kommen die Krankenschwester Irmi und der Verwaltungschef eines Krankenhauses während des Liebesspiels ums Leben und Brenner glaubt zu wissen, wer der Mörder ist.
(Zitat: „Da Piefke wors. De Piefke san immer de Mörder.“)
Das interessiert ihn jedoch nicht im Geringsten. Er will weiterhin Abends in seiner kleinen Wohnung seine Joints rauchen, dabei Musik hören und aus.
Doch Berti, sein junger, naiver Kollege, ist viel zu neugierig und will, da er um seine Vergangenheit als Polizist und Privatdetektiv weiß, gemeinsam mit Brenner den Fall unbedingt lösen.
Als dann auch noch der potentielle Mörder der Krankenschwester tot aufgefunden wird und der Lanz, ein Kollege vom Rettungsdienst und Vater der „Dorfmatratze“ Angelika, festgenommen wird, wird auch Brenners Neugier endlich geweckt und er stimmt zu, der Sache auf den Grund zu gehen. Als „Bezahlung“ akzeptiert er von Angelika einen angebotenen Blowjob.

Um den Film richtig unter die Lupe nehmen zu müssen, muss man sich zuerst die Figur des Brenner ansehen. Brenner ist nie um ein Wort verlegen – er sagt alles genauso wie er es sich denkt und das macht ihn zu einer unglaublich authentischen und sympathischen Figur.
z.B.: Sein neuer Chef beim Rettungsdienst, fragt ihn, warum er bei der Polizei rausgeflogen ist. Die lakonische Antwort eines grinsenden Brenner: „I hob mit da Frau von an Vorgesetzten g’schlofn.“
Sein Freund Berti beschreibt Brenners Gemütszustände einmal im Film recht gut: Entweder er schreit nur herum und ist zu allen ungut, oder ihm ist einfach alles wurscht.
Ich glaube aber, dass er hinter all dem eine äußerst tragische Figur ist, das darf man ihm aber bitte nie sagen, sollte es ihn wirklich irgendwo da draußen geben! *ggg* Mit den Frauen hat er irgendwie kein Glück, weil er sie zwar gern hat, aber wenn sie nicht da sind, ists auch gut und jede Form von Gefühl wird sowieso augenblicklich im Keim erstickt.
Seiner Arbeit als Polizist konnte er einfach nicht mehr nachgehen, weil er zum einen wirklich mit der Frau des Vorgesetzten gepennt hat (hehe) und zum anderen glaube ich, dass er für die Wiener, bzw. Österreichische Polizei viel zu ehrlich und nicht bestechlich ist.
Brenner ist auch nicht gerade ein Unschuldsengel – wie gesagt, er kifft, raucht, trinkt und begnügt sich eigentlich mit jeder Frau, die halt grad da ist und ein bisserl Interesse zeigt. Aber er hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und versucht diesen mit allen Mitteln durchzusetzen. Auch wenn er nicht immer weiß, was der richtige Weg ist – er will den Guten helfen und die Bösen schnappen, so einfach ist es.
Was ihn auch sehr sympathisch macht, ist die Tatsache, dass er ständig aufs Maul kriegt und eigentlich der absolute Antiheld ist – ohne die Hilfe anderer wäre er schon längst draufgegangen. Er weiß das zwar, so richtig bedanken kann er sich aber dennoch nicht, da geht über seinen Stolz hinaus. Er zeigt sich halt anders erkenntlich.

Der Film selbst ist eine tragikomische Geschichte über mordlustige Krankenpfleger, korrupte Polizisten und andere Clowns.
Er zeigt eine Handlung, der man wirklich abnimmt, dass sie so hätte passieren können oder vielleicht sogar in diesem Moment grade passiert. Er zeigt Dinge, die in Wien wahrscheinlich Gang und Gebe sind, wo aber viele Leute einfach wegschauen oder sie gar nicht wissen wollen. Zum Beispiel der Krieg zwischen den verschiedenen Rettungsdiensten oder, dass die Kilometerstände an Krankenwägen manipuliert werden, weil die Rettungsfahrer pro Kilometer von der Stadt Wien ein paar Euro mehr bekommen. Der Film zeigt außerdem, was passiert, wenn die Polizei keinen angemessenen Sicherheitsabstand hält und dem Vordermann durchs Megafon zubrüllt: „Bleiben sie sofort stehen!“ *ggg* usw., usw….

Alles in allem ein wirklich gelungener Film mit Wiener Schmäh, Tragik, Action, Brutalität, Freundschaft und ein bissl Romantik.
Brenner wird fantastisch verkörpert von Josef Hader, ich glaub außer ihm könnte die Rolle niemand so glaubhaft rüberbringen. Auch die restlichen Darsteller sind gut gewählt – ein interessantes Detail, das man auf einem Special der DVD rausfindet: Der große Bösewicht des Films, Michael Schönborn ist der Bruder des gleichnamigen Kardinals.
Und auch wenn ich Nina Proll nicht sonderlich mag – die Rolle der Angelika steht ihr ganz gut. ;) Sei mal so dahingestellt.
Auch genial als Inhaberin einer Würschtelbude vor dem Krankenhaus: „Toni Sackbauer“ aus Mundl, kaum zu erkennen, so wie sie sie hergerichtet haben.

Von mir gibts für den Film 10 von 10 abrasierten Schnurrbärten.

23
Jan
09

Österreichisches Kabarett

Mein Schatz und ich haben eine neue Leidenschaft entdeckt – auf langen wie auch kurzen Autofahrten Kabarettprogrammen von unseren Lieblingskabarettisten zu hören.

In den letzten Monaten waren darunter von Roland Düringer die Benzinbrüder, die ich zu meiner Schande nicht kannte und Hinterholz 8.
Aber absoluter Fan bin ich mittlerweile von Josef Hader.
Haben uns jetzt mittlerweile drei seiner Programme zu Gemüte geführt, unter anderem auch das Neueste „Hader muss weg!“…..kann ich jedem nur empfehlen.
Hader hat eine ganz eigene Gabe die Leute vor Lachen brüllen zu lassen und im nächsten Moment bleibt einem das Lachen sowas von im Halse stecken. Aber ohne, dass er damit die Stimmung zerstören würde.
Am liebsten habe ich aber seine Musikstücke. Mein ganz spezielles Lieblingslied ist das Lied über die Leute, die nicht im Kabarett sind….*genial*

Das wollte ich nur lobend erwähnt haben. ;)

Das wars auch schon wieder hiermit. Aber ich halte euch auf dem Laufenden. Bin ja mit „Hader muss weg!“ noch nicht ganz fertig.

Lg Sparrow

23
Jan
09

Ich bin ein Star – holt mich hier raus!

Allein der Titel belügt den Zuschauer schon ungemein. Denn einen echten Star sucht man hier vergebens.

Diese unglaublich niveaulose Sendung führen mein Schatz und ich uns seit einigen Tagen nun immer des Abends zu Gemüte.
Und genauso wie bei Gülcan und Collien liegt der Unterhaltungswert zu 90% bei der Dummheit der Kandidaten, als auch bei den überaus zynischen und manchmal echt schon grenzwertigen Aussagen der beiden Moderatoren.

Was soll man über die Kandidaten groß sagen?!
Giulia (die is nämlich zu fein für ein normales „J“), die ewige Zicke, der immer alles weh tut, die mich schwer an einen anderen Menschen erinnert, dem immer alles weh getan hat…..Insider wissen von wem ich spreche. Tja, was kann man über die Dame sagen?! Wenn sie nicht im Mittelpunkt steht geht ihr das gegen den Strich. Sie hat das Camp heute schließlich freiwillig wegen ihren UNGLAUBLICHEN Rückenschmerzen verlassen. Ein Sektkübel ist nämlich viel zu schwer für sie zum tragen. Komisch….wenn man sich die Bilder von ihr ansieht, die kürzlich im Playboy erschienen sind….da verrenkt sich die Gute aber ganz schön! Naja….möge man ihr wünschen, dass sie ihren 3 Kindern das nie erklären muss: „Du, die Mami war jung und brauchte das Geld….“
Ingrid van Bergen die älteste im Camp, die echt coole Meldungen schiebt und mit ihrem Alter mehr zusammenbringt, als so manch einer von den Jungspunden. Mit der würde ich mich sowieso nicht anlegen….^^
Dann Nico Schwanz….allein derName….*kopfschüttel*….nein, echt, ein armer Junge.
Der/die/das Lorielle London…..neben Ingrid mein absoluter Favorit (oder FavoritIN??? ich bin verwirrt….), da er/sie/es sich zumindest alles traut und alles mitmacht – und das nichtmal schlecht.
Und Gundis….der Name erinnert mich immer irgendwie an Gundel Gaukelei aus den Donald Duck Comics…nein, ernsthaft die Frau is auch sehr sympathisch, obwohl sie sich für sowas hergibt.
Mittlerweile rausgeflogen: „Mausi“ Lugner, die nach ihrer Scheidung jedem Magazin im Lande beleidigt bekanntgab, man möge sie gefälligst bei ihrem Vornamen nennen und nicht bei diesem von ihrem Ex-Gatten stümperhaft erdachten Kosenamen. Ich glaube keiner in dem ganzen Camp wusste, dass sie eigentlich Christina heißt, denn sie war mit „Mausi“ drin….*kopfschüttel*  Wundert mich wenig, dass die Gute gehen musste – die Deutschen tun sich ja schon schwer genug und Ösis zu verstehen und bei so einem….wie sagte Dirk Bach so schön……“rethorischem Schnellfeuergewehr“ wie Mausi grenzt es ans Unmögliche. Da tue sogar ich mir schwer.
Zwei Typen die kaum der Erwähnung wert sind und Günther Kaufmann, der zwar ein etwas träger, aber doch angenehmer Zeitgenosse war.

Ja, ich hab den Beitrag im News auch gelesen, wo aufgedeckt wird, dass das alles sowieso nur gestellt ist….das mag schon sein, tut aber dem reinsten, menschlichen Gefühl – der Schadenfreude – wenig Abbruch. Und die ekligen Dinge die sie tun müssen, sind ja wirklich so. Nur die Umstände sind halt etwas anders. Aber wen juckt das schon?! *ggg*

Ich bin echt begeistert und werde mir sicher die nächsten Sendungen auch ansehen und stehe auch noch dazu! *so*
Ich mag niveauloses Fernsehen. Wirklich. Da wird mir erst wieder bewusst, wie intelligent ich eigentlich bin und wie froh, nicht so einen Schwachsinn für mein Geld machen zu müssen.
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, also möchte ich die Sendung natürlich keinem aufs Aug drücken, der sich dafür zu sein ist. Aber auch hier gilt die Devise: Ab und zu einfach Hirn ausschalten und lachen kann ganz gut tun!

Deswegen gibts von mir für die Sendung 5 von 10 grauslichen Känguruhoden!

12
Jan
09

In 3 Tagen bist du tot

Wir haben uns nach einigen Zögern heute endlich diesen österreichischen Teenie-Slasher angesehen und wir sind wirklich begeistert.

Wir sind ohne Erwartungen an den Film herangegangen, um nicht allzu enttäuscht zu sein, wenn er nicht gut ist. Aber er hat uns absolut vom Hocker gerissen.
Es ist ein Teenie-Slasher, ohne Frage, aber aus dem hat der Regisseur echt das Beste gemacht. Wir haben ja wirklich schon viiiiiele Horrorfilme gesehen, aber dieser kann wirklich behaupten besser zu sein, als so einiger Müll der so in den guten alten USA produziert wird und kann sich mit Filmen wie „Scream“ und „I know what you did last summer“ leicht messen.

Für mich ein absoluter Pluspunkt ist, dass Österreichisch gesprochen wird und nicht Deutsch. Der Film spielt ja in Ebensee am Traunsee und der dortige Dialekt wird auch gesprochen, was wirklich sehr authentisch und gut für den Film ist. Es wirkt nicht aufgesetzt.
Den jungen Leuten nimmt man das Leid, dass sie in den besagten 3 Tagen erleben tatsächlich ab. Sie haben allesamt gut gespielt. Hinzu kommt noch, dass es eigentlich kaum Momente gab, an denen man dachte: „NIE! Niemals würde der so reagieren!!!“ Z.B.: Einer der Burschen entdeckt seine Freundin tot in der Hotelküche, hingerichtet auf grausame Weise. Er schreit nicht nur einmal  kurz auf und sieht sich dann sofort nach dem Mörder um, sondern er bricht unter Schock zusammen.

Kurz zur Story:Fünf junge Maturanten, die schon seit Volkschulzeiten beste Freunde sind bekommen zeitgleich jeder eine SMS mit den Worten „In drei Tagen bist du tot“ – keiner der fünf (darunter zwei Pärchen) nimmt die gruselige Nachricht ernst – sie denken es handelt sich um den makaberen Scherz eines Mitschülers, der sie nicht leiden kann.
Als jedoch der erste der fünf am selben Abend während der Maturafeier verschwindet und wenig später tot aufgefunden wird, wird allen schnell klar, dass der Spaß ein Ende hat.

Tja, den Rest kann man sich wohl zumindest teilweise denken ;)

Zur Story sei gesagt, dass sie eine interessante Wendung hat, wenn man jedoch ein bisschen mitdenkt wird einem die Lösung schon früher klar als dem Haufen im Film. Trotzdem eine schlüssige Story und sogar der Titel ergibt gegen Ende einen logischen Sinn.
Die blutigen Effekte halten sich in Grenzen, was jedoch der Spannung und dem Horror keinen Abbruch tut – im Gegenteil. Klar spritzt das Blut ab und zu, dass es eine Freude ist, aber ich finde es immer schöner, wenn ich mich mehr grusle, als ekle und das ist in dem Film der Fall. Ab und zu dachte ich aber schon: „Ui, das tut sicher nicht so gut….“ :D

Was nochmal sehr für den Film spricht ist die Tatsache, dass nur Musik von österreichischen Bands verwendet wurden. Wir haben schon während den Filmen die Musik bewundert – nachher im Making-Off kommt dann raus, dass es tatsächlich rein österreichische Bands waren, von denen Musik verwendet wurde. Nachdem Musik gerade in einem Horror-Film etwas absolut Essentielles ist bin ich wirklich positiv überrascht und zerdrücke beinah eine Träne im Augenwinkel, dass die österreichische Musikindustrie nach Fehltritten wir Luttenberger-Klug (oder Trottelberger-Blöd, wie ich sie gerne nenne), oder einfallslosem Geplänkel wie Christina Stürmer, doch noch nicht ganz verloren ist. DIE CHANCE LEBT!!!!!

Alles in allem eine absolute Perle und nach „Die Fälscher“ und „Funny Games“ ein weiterer österreichischer Film, den ich jedem sofort empfehlen würde!

Von mir gibts an dieser Stelle 10 von 10 patriotischen Punkten!

Lg Fr. Leshem

10
Sep
08

Dr. House, alias House M.D.

Wir haben eine neue Serie entdeckt, nach der wir süchtig sind! Yuppieh!!!!

Hugh Laurie alias Dr. House und seine kongeniale Truppe von Jungärzten müssen nicht nur jede Folge einen abenteuerlichen und manchmal gefährlichen Weg bestreiten um der rätselhaften Erkrankung eines Patienten auf den Grund zu gehen, sondern geben auch immer ein wenig mehr von sich preis.
So erfährt man zum Beispiel gleich am Ende von Staffel eins, wieso der gute Doktor eigentlich humpelt und man kann erahnen wieso er zu dem drogenabhängigen Griesgram wurde, der er ist.
Dabei bewundert man nicht nur sein Team, die er schikaniert wann immer es möglich ist, sondern auch seine überaus geduldige Chefin Dr. Cuddy, die mindestens einmal in jeder Folge resignierend seufzt oder mit hochrotem Gesicht und schreiend hinter ihm herrennt.
Auch die Ambulanz-Patienten müssen oft ziemlich viel einstecken, wenn ihr Arzt Dr. House heißt, denn wer ist schonmal wegen Blähungen ins Krankenhaus gegangen und kam mit einem Rezept für Zigaretten wieder raus?!
Dr. House macht nämlich grundsätzlich nur die Patienten, deren Fälle er für interessant hält – die Ambulanzstunden bekommt er von Dr. Cuddy aufs Aug gedrückt, versucht aber regelmäßig sich davor zu drücken, und wenn er ums Leben seiner Patienten wettet und meistens gewinnt.

Die besten Sprüche:

Dr. House: Hallo liebe Kranke und ihre Liebsten, damit wir Zeit sparen und nachher lauter langweiliges Blabla vermeiden: Ich bin Dr. Gregory House, wenn sie wollen auch Greg. Ich bin einer der drei Ärzte, die hier heute Dienst haben…“
Cuddy: „Und jetzt nehmen Sie sich eine Akte.“
House: „… und dieser entzückende Sonnenschein ist Dr. Lisa Cuddy. Dr. Cuddy ist so was wie die Leiterin dieses Krankenhauses und kann sich daher leider nicht um sie kümmern. Ich bin ein gelangweilter, zertifizierter Diagnostiker mit der Spezialisierung Infektionskrankheiten und Nephrologie. Außerdem bin ich der einzige Arzt dieser Klinik, der gegen seinen Willen hier arbeiten muss.“
House (zu Cuddy): „Ist doch so, nicht?“
House: „Aber keine Angst, in ihrem Fall könnte die Behandlung auch ein Affe übernehmen mit einem Fläschchen Mutrin. Und sollten sie ehm mir besonders auf die Nerven gehen, habe ich das hier. Das ist Vicodin. Das ist meins, sie kriegen nichts davon. … Nein, ich hab’ kein Schmerzbewältigunsproblem, ich hab’ ein Schmerzproblem. … Aber wer weiß, vielleicht lieg’ ich auch falsch, ich bin nämlich zu stoned, um den Unterschied zu erkennen. … Also, wer will mich?“

House: „Sie haben einen Parasiten.“
(schwangere, aber leider latent blonde, Patientin): „Uhhh, einen Bandwurm, oder sowas? Können sie dagegen irgendetwas tun?“
House: „Nur für einen Monat oder so. Danach ist die Entfernung illegal, außer in ein paar Staaten.“
Patient: „Illegal?“
House: „Keine Sorge, viele Frauen lernen diesen Parasiten anzunehmen, sie geben ihm einen Namen, klitzekleine Sachen zum Anziehen, und verabreden Spieltreffen mit anderen Parasiten.“


House (zu Cameron): „Ich bin nicht weich und kuschelig, doch Sie hingegen sind ein von Oma selbst gestrickter Kuschelwuschel.“

Ich denke, das gibt einen relativ guten Überblick über House und seine Gemütszustände ;)
Ich wünsche noch viel Spaß beim Gucken! Lohnt sich wirklich!!!

Lg
Sparrow

18
Aug
08

Die Fälscher

Ich glaube der erste, österreichische Film, der einen Oscar bekommen hat! *ggg*
Und ich weiß jetzt auch, wieso.

Karl Markovics brilliert als Salomon „Sally“ Sorowitsch, der jüdische Fälscherkönig in Berlin, der, als er gerade mit der (wie ich finde) überaus hübschen Marie Bäumer im Bett liegt, von der Polizei verhaftet und wenig später ins KZ gebracht wird.
Zuerst unter „normalen“ Umständen, doch als er rausfindet, dass seine Zeichnungen, die er so in seiner „Freizeit“ malt, den Wärtern gefallen, bringt er sich damit in eine Position, in der er eine vergleichsweise bessere Behandlung bekommt, als alle anderen.

Bald wird er von Sturmbannführer Herzog, der ihn damals noch verhaftet hat, gemeinsam mit einer Gruppe anderen in eine „Sonderabteilung“ des KZ gebracht, wo sie Blüten herstellen sollen – Dollar und Pfund, da diese für den Krieg natürlich sehr wichtig waren.
Die Fälscher werden natürlich auch besser behandelt, als der Rest der Häftlinge im KZ, sind gut genährt, dürfen einmal wöchentlich duschen, ect.
Einer seiner Kollegen weigert sich jedoch mitzuhelfen, da er meint, dass sei Verrat an allen Juden, den Nazis zu helfen und einfach nicht richtig. Somit kommen natürlich alle in Teufels Küche….
Nebenbei kümmert sich Sally noch um einen jungen, kranken Russenjungen, der ihm irgendwie ans Herz gewachsen ist. Der beste Satz im ganzen Film: Der Russe will nicht essen, weil er krank ist und Sally befiehlt ihm, zu essen, da es lt. Arzt seine einzige Überlebenschance ist. Der Junge will jedoch nicht und Sally meint zu ihm: „Iss oder ich erschlage dich!“ *ggg*

Stefan Ruzowitzky hat mit dem Film wirklich Geschichte geschrieben, nicht nur wegen dem Oscar – der Film ist einfach fantastisch.
Es basiert auf den Memoiren von Adolf Burger, im Film gespielt von August Diehl, der den „widerspenstigen“ Freund von Sally spielt. Irgendwie schafft sich der Film seine ganz eigene KZ-Atmosphäre und man muss sich selbst immer wieder in Erinnerung rufen, dass man sich wirklich in einem KZ befindet! Ab und zu hilft Stefan Ruzowitzky  einem jedoch unmissverständlich dabei indem ganz furchtbare Dinge passieren, die damals eben auch wirklich passiert sind.

Ein absolut empfehlenswerter Film und von mir gibts 10 von 10 frischgedruckten Blüten dafür.

Lg Eure

Frau Leshem

03
Aug
08

Vantage Point – 8 Blickwinkel

Auch diesen Film haben wir uns heute angesehen.

Ich bin richtig begeistert! Die Dramatik ist eine sehr aktuelle: Der amerikanische Präsident (der lustigerweise in den amerikanischen Filmen die Weisheit immer mit dem Löffel gegessen hat) fährt auf einen Krisengipfel nach Spanien um dem weltweiten Terror endlich ein Ende zu machen.
Als er anfängt seine Rede zu halten, wird er angeschossen, es explodiert eine Bobme und die Geschichte nimmt ihren Lauf….

Wirklich fantastisch inzeniert das Ganze. Man sieht die Geschichte wirklich ständig aus anderen Perspektiven – zuerst aus der Sicht des Kamerateams und der zuständigen Redakteurin, die das ganze aufgenommen hat und deren Mitarbeiter mehr damit zu tun haben, als man zuerst annimmt.
Dann aus der Sicht des geistig labilen Secret Service Mannes Thomas, der sich erst vor Kurzem zwischen den Präsidenten und einige Kugeln eines Attentäter geworfen hat und unsicher und nervös ist, ob er den Job überhaupt noch machen kann.
Dann ein harmloser Zuschauer, ein Amerikaner, der das ganze auf seiner privaten Videokamera filmt und mehr sieht als alle anderen.
Man lernt die Attentäter selbst kennen und deren Hintergründe, die nicht immer ganz freiwillig handeln.
Man trifft einen Mathew Fox, der erstaunt, weil er auch in einer unsymptahischen Rolle gut aufgeht und auch schauspielert.
Und schließlich und endlich trifft man Anna, ein kleines spanisches Mädchen, die am Ende „schuld“ daran ist, dass die ganze Geschichte doch noch ein halbwegs gutes Ende findet.

Klingt jetzt alles sehr verwirrend – am besten man sieht sich den Film selbst an, sonst kann man sich wirklich nichts darunter vorstellen.
Dennis Quaid hat endlich wieder mal eine anständige Rolle ergattert und spielt wirklich gut – hoffentlich hat er den „Faden“ im Filmgeschäft jetzt wieder gefunden, ich finds nämlich schade, dass man jetzt so lange nichts von ihm gehört hat.

Hier gibts für mich 10 von 10 Blickwinkeln und absolut gar nichts auszusetzen!!! *ggg*

Lg Sparrow

03
Aug
08

The other Boleyn girl – Die Schwester der Königin

Haben uns gerade den Film angesehen und er hat mir seeeeehr gut gefallen.

Wie ihr schon bei „Elisabeth“ lesen konnten, interessiere ich mich sehr für die englische Geschichte und vor allem für einige bestimmre Charaktere. Dazu gehören die Boleyn-Schwester, Henry VIII. und Elisabeth.
Dieser Film ist quasi die Vorgeschichte zu den Elisabeth-Filmen.

Mary und Anne Boleyn werden von ihrem Vater und ihrem Onkel in eine gewaltige Intrige hineingestoßen, wobei die zwei Mädchen keine Ahnung haben, was sie eigentlich tun. Aus politischen Gründen wollen die Boleyn Männer die beiden Schwestern Henry, dem König „unterjubeln“ und dazu sind ihnen alle Mittel recht. Sobald der König die eine nicht mehr will, wird ihm die zweite untergeschoben. Wie ja bekannt ist, war Henry VIII. dem anderen Geschlecht nicht gerade abgeneigt und so hat er sich in beide verguckt, wobei er Mary und seinen (Bastard-)Sohn ziemlich schnell  verstoßen hat. Für Anne ist er aus der Kirche ausgetreten, um seine damalige Frau Katherine von Aragon loswerden zu können (weil der Pabst eine Scheidung niemals erlaubt hätte), um Anne heiraten zu können. Damit hat er das Land gleichzeitig in Unruhe gestürzt, weil das Volk Anne nie mochte und sie zeitlebens als Hexe bezeichnet hat.
Egal ob sie das wirklich war oder nicht – sie war wohl eine ziemlich intrigante Person, hat aber leider nicht damit gerechnet, dass Henry sie genauso schnell von der Bettkante stoßen würde wie alle (unter anderem ihre Schwester) vor ihr. Schließlich und endlich wurde sie wegen Inzest und Hochverrat verurteilt und geköpft.

Ihre Tochter Elisabeth wurde später die „Virgin-Queen“ und hat als erste Frau alleine England regiert.

Das alles sind geschichtliche Fakten und doch schaue ich mir so etwas immer wieder gerne an. Ich muss selbst zugeben (obwohl ich dieses Wort nicht besonders mag), dass der Film ein „Schinken“ und ein Frauenfilm ist.
Er ist ziemlich langwierig und leider dreht sich wirklich ALLES nur um die Zwischenmenschlichen Beziehungen und kaum um die damals schwierige innen – und außenpolitische Lage. Gut, der Titel sagt ja schon ziemlich gut, dass es nur um die Schwestern geht – trotzdem finde ich, hätte man ein wenig mehr auf das Austreten aus der Kirche eingehen können, z.b.

Egal. Für einen Sonntag optimal, aber wie ich selbst zugeben muss, wahrscheinlich nicht allzu amüsant für die meisten Männer. (Meiner hat ihn sich mit mir angesehen und fand ihn nicht soooo schlecht, muss ich auch dazu sagen.)

Ich sehe ihn mir sicher immer wieder mal gerne an. Hervorgehoben werden muss Natalie Portmans tolle Darstellung von Anne Boleyn. Ich mochte sie vorher schon, aber sie hat den schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Berechnung von Anne Boleyn so fantastisch getroffen, dass ich mich echt frage, wieso die Frau noch keinen Oscar in der Tasche hat. Den ganzen Film über schwankt man als Zuschauer zwischen Mitleid und Abscheu für Anne Boleyn, weil sie es herrlich versteht von einem Extrem ins andere überzugehen und man ihr diese rasche Wandlung auch wirklich abnimmt.
Scarlett Johansson mag ich auch sehr gerne, obwohl ich ehrlich zugeben muss, dass Portman mir in dem Film besser gefallen hat als sie. Aber Scarlett find ich halt einfach sehr hübsch und ich mag ihre Art zu spielen.

Noch eine lustige Tatsache, auf die mein Mann mich aufmerksam gemacht hat: Christin Scott-Thomas (ich hoffe, man schreibt sie so) spielt in dem Film Elisabeth Boleyn, die Mutter der zwei Schwestern – und somit schon zum zweiten Mal Scarlett Johanssons Mutter in einem Film! Das erste Mal war vor einigen Jahren im Pferdeflüsterer, als Scarlett gerade mal 12 war und ihren ersten Auftritt neben Robert Redford hatte. ;)

Eric Bana als Henry VIII. ist zwar ein schöner Gedanke, aber leider geschichtlich absolut schlecht dargestellt. Henry war leider nie so hübsch wie Eric Bana. *gggg*
Aber ich  verstehe auch, dass sie keinen hässlichen Schauspieler nehmen können. ;)

Von mir gibts jedenfalls 9 von 10 grausamen Intrigen für den Film. Sehr empfehlenswert.

Lg Sparrow